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Das Wagnis, das die Geschichte von uns fordert ‘Echte Verantwortung gibt es nur, wo es wirkliches Antworten gibt.
- Interreligiöser Dialog als Antwort auf den 11. September 2001

Gastbeitrag von Friedemann Magaard, Leiter des ökumenischen Bildungs- und Tagungszentrums Christian Jensen Kolleg in Breklum, einem Ort für interreligiöse Begegnungen.
Shz-Verlag 10. September 2011

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Material zum "Was ist wirklich gut in Afghanistan", Demokratie-Kolleg in Breklum vom 28.09.2011: der Eingangsimpuls der Vorbereitungsgruppe sowie Thesen von Knuth Peters und Dr. Marianne Subklew.

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Demokratie-Lernen im Dialog

Jahrestagung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (EAE) mit Dialog-Expertin

Wie gelingt ein echter Dialog? Wie finden unterschiedliche Gruppen eine gemeinsame Sprache, vielleicht sogar ein verbindendes Ziel? Martina Hartkemeyer aus Bramsche gilt als eine der führenden Dialog-Expertinnen Deutschlands. Am 18. und 19. Juni wird sie im Christian Jensen Kolleg in Dialog-Theorie und -Praxis einführen und mit diesem Workshop den inhaltlichen Akzent der diesjährigen EAE-Tagung setzen.

Die EAE, gemeint ist die „Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung“, verbindet in einem Netzwerk verschiedene Akteure der kirchlichen Bildungsarbeit. Seit Jahren treffen sich EAE-Frauen und –Männer aus Nordelbien, Mecklenburg und Pommern zu einer gemeinsamen Fachtagung im Juni. Die Tagung ist offen für Interessierte an kirchlicher oder allgemeiner Bildungsarbeit oder – in diesem Falle – an Dialogarbeit.

Dialogkultur ist ein wesentlicher Bestandteil eines Gemeinwesens, in das sich Menschen in gesellschaftlichen Prozessen aktiv einbringen. Aktuell könnten die unterschiedlichen Erfahrungen zu demokratischen Prozessen der Kulturen in Kirche und Gesellschaft, in West und Ost, die Begegnung in Breklum prägen. Dialog-Expertin Martina Hartkemeyer, die das Deutsche Institut für Dialogprozess-Begleitung in Bramsche gemeinsam mit ihrem Mann Johannes Hartkemeyer leitet, trägt vielfältige Erfahrungen ein: in Firmen und Organisationen, in Schulen und kommunalpolitischen Prozessen spielen Dialog-Erfahrungen eine konstruktive Rolle, ebenso wie in internationalen und interkulturellen Begegnungen, etwa zwischen Menschen aus Iran und Deutschland. Dabei greift Martina Hartkemeyer auf philosophische und praktische Grundbegriffe von David Bohm und Martin Buber zurück.

Im Christian Jensen Kolleg, Tagungsort der EAE-Tagung 2012, fanden in den vergangenen Monaten mehrere Begegnungstagungen nach der Methodik Hartkemeyers statt, bei interreligiöse Begegnungen („Zu Gast in Abrahams Zelt“), bei Begegnungen zwischen Soldaten und Theologen sowie in dem Bürgerinnen-Forum „Ethik-Kommission Nordfriesland“. Möglicherweise können Dialog-Formen eine zukunftsweisende Rolle bei der Entwicklung kirchlicher Bildungsarbeit in den kommenden Jahren spielen.

Die Tagungsleitung liegt bei Renate Schipplick (Rostock) und Friedemann Magaard (Breklum). Die Teilnahmekosten betragen 60,-. Informationen und Anmeldungen über info@christianjensenkolleg.de oder 04671-91120.

Martina Hartkemeyer, Dialog-Expertin bei der EAE-Tagung 2012
Martina Hartkemeyer, Dialog-Expertin bei der EAE-Tagung 2012

Eine Dialogrunde in Teheran, September 2005
Eine Dialogrunde in Teheran, September 2005

Himmelfahrt im CJK

Im Rahmen der Reihe „Breklumer Gezeiten“ lohnt ein Mai-Ausflug in das Christian Jensen Kolleg. „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ heißt es über Himmelfahrt, vom 16. bis 20. Mai. Evamaria Drews und Jutta Jessen-Thiesen laden ein zu einer Auszeit mit Pilgerwegen. Unter dem weiten Himmel Nordfrieslands macht sich die Gruppe auf den Weg durch die wiedererwachte Natur zu neuen Erfahrungen mit sich selbst und dem Leben. Mit dabei sind Gäste aus Indien, die Begegnungen mit einer ganz anderen Lebenserfahrung anbieten. Die Tage werden mit Gesprächen und Stille, Meditation und Gebet gestaltet. Die Strecken sind auf normale Kondition ausgelegt. Das Christian Jensen Kolleg ist die Herberge, in die die Wege abends zurück führen. Anmeldungen nimmt Petra Conrad im Büro des NMZ im CJK bis zum 16. März bzw. 30. April entgegen unter 04671 /9112 14.

www.nmz-mission.de/breklumergezeiten/

Fotoimpressionen zur Neuen Musik bei den "Tagen der Utopie"

Neue Musik gehört zu den „Tagen der Utopie“ dazu: Auftragskompositionen umrahmen die Zukunfts-Referate, Musik, die kein Ohr zuvor hörte, eröffnen Gedanken zur Zukunft. Die kammermusikalischen Uraufführungen stießen auf große Resonanz, auch gerade bei Hörenden, denen die Musiksprache des 21. Jahrhunderts eher fremd war. Viele zeigten sich von den engagierten Vorträgen der Musizierenden berührt. Neu war bei den zweiten „Tagen der Utopie“ die Erfahrung des „zweiten Hörens“. Deutlich verändert und intensiviert war nämlich der Höreindruck, wenn das uraufgeführte Werk nach dem Vortrag zum zweiten Mal erklingen konnte.

Auch die bildenden Künstler Axel Richter und Rupprecht Matthies verstrickten die Teilnehmenden in neue Zusammenhänge: Matthies schuf Wort-Bilder, mit denen er die Zukunftsthemen der Tagung aufgriff, Richter eröffnete in Workshops eigene Schaffensprozesse, etwa mit Ton.

Neues bot auch die CJK-Küche: wer auf Fleisch nicht verzichten wollte, konnte dies ankreuzen, in Umkehrung der üblichen Praxis, dass Vegetarier sich anzumelden haben. Frage: Was ist die Ausnahme, was die Regel?


Zeitgenössische Musik war bei den 'Tagen der Utopie' ein wichtiges Element:
Felix Kroll (li., Akkordeon) spielte "Slow Zone" von Natalie Herres, Anne Barbara Gayed (Cello) brachte "dialogues" von Christian Gayed zu Gehör, Fynn Großmann (re., Oboe) stelle "Komplementär" von Thomas Großmann vor.



„book-crossing in breklum“

18 Regale bilden das Motto: „Im Anfang war das Wort“.
18 Regale bilden das Motto: „Im Anfang war das Wort“.

Ein bundesweites Projekt der Evangelischen Kirche in Deutschland streckt seine Fühler bis ins nordfriesische Breklum: Im Martineum des Christian Jensen Kollegs (CJK) steht seit Kurzem ein großes, mit Büchern gefülltes „A“ - einer der 18 Buchstaben, die über die Republik verteilt den ersten Satz des Johannesevangeliums bilden „Am Anfang war das Wort. Breklum wurde für diese Aktion im Rahmen des weltweiten „book-crossings“ ausgewählt. Die Idee ist, dass die ausgestellten Bücher mit nach Hause genommen werden und von dort auf die Reise gehen.

Beim Book- Crossing geht es darum, Bücher weiterzugeben oder selbst fremde Bücher zu finden. Jeder kann sich an der kostenfreien Aktion beteiligen, um neue Menschen kennenzulernen und sich über Literatur auszutauschen. Für die Aktion wird auf der Website www.bookcrossing.com jedes Buch registriert erhält eine individuelle Nummer. Wird das Buch gefunden, gibt der Finder die Identifikationsnummer auf der Website ein und kann Informationen zum Buch lesen und einstellen. Hier erfährt er, wer das Buch vorher gelesen hat und was andere Finder von dem Buch halten. Außerdem kann er mitteilen, wo er das Buch wieder „freilassen“ wird, entweder „wild“ - etwa auf einer Parkbank oder in einem Café – oder an einem der Standorte der Idee.

Das Projekt findet im Rahmen des Reformations-Jubiläums 2017 statt und ist eine von vielen Aktionen, die auf das Wirken Martin Luther hinweisen. „Die Buchtausch-Aktion der EKD imitiert die Verbreitung von Büchern und damit von Gedanken über Regionen und Länder hinweg, wie sie zu Zeiten Luthers – wesentlich befördert durch den von Johannes Gutenberg entwickelten Buchdruck - ihren Anfang nahm“, erklärt Friedemann Magaard, Leiter des CJK.. Gothart Magaard, Bischofsbevollmächtigter im Sprengel Schleswig und Holstein, unterstützt die Aktion ebenfalls: „Das Anliegen Martin Luthers, Bildung einer möglichst breiten Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen, wird hier auf innovative Weise in die Gegenwart übertragen. Zugleich mahnt diese Idee uns, dieses Ziel auch heute nicht aus den Augen zu verlieren.“ Der Zugang zu Bildung für möglichst Viele müsse leider immer wieder neu erkämpft werden und sei in großen Teilen der Welt noch immer uneingelöst. „Bücher sind für mich daher eine besonders wichtige Quelle des Lernens", sagte der Bischofsbevollmächtigte, „denn Bücher weisen immer über das hinaus, was zwischen zwei Buchdeckel passt.“

Weitere Standorte der Aktion sind zum Beispiel die Wartburg in Eisenach, das Spener-Haus in Frankfurt, die Heiliggeistkirche in Heidelberg und das Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar. Vor Ort organisieren das CJK und das Evangelische Regionalzentrum Westküste (ERW) den einzigen Standort des "book-crossing" der Nordelbischen Kirche in Breklum. Der kommissarische ERW-Leiter Christoph von Stritzky freut sich über das innovative Konezpt. „Das gute alte Buch und die moderne Elektronik passen dabei gut zusammen“, sagte er. CJK-Leiter Friedemann Magaard hofft, dass viele Breklumer Gäste sich an der großen „Buch-Reise“ beteiligen. „Das Nordfriesische Breklum hat ja bundesweite und internationale Beziehungen“, so der Theologe.

Info: Bookcrossing wurde von dem Amerikaner Ron Hornbaker erfunden. Er hatte im Jahr 2001 die Idee, Bücher „in die Freiheit zu entlassen“ und so einen freien Buchclub zu gründen. Bookcrossing ist inzwischen eine weltweite Bewegung zur kostenlosen Weitergabe von Büchern an bekannte, in der Regel aber an unbekannte Personen.

Bischofsbevollmächtiger Gothart Magaard, CJK-Leiter Friedemann Magaard und ERW-Leiter Christoph von Stritzky freuen sich über das „A“.
Bischofsbevollmächtiger Gothart Magaard, CJK-Leiter Friedemann Magaard und ERW-Leiter Christoph von Stritzky freuen sich über das „A“.




Das CHRISTIAN JENSEN KOLLEG ist die ökumenische Tagungs- und Bildungsstätte der Nordelbischen Kirche im Herzen Nordfrieslands. Sie ist ein Ort, an dem Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, Lebensbereichen, Berufen und Ländern miteinander ins Gespräch kommen.
Neben dem vielfältigen Bildungsprogramm bietet das Haus alle erdenklichen hauswirtschaftlichen und technischen Dienstleistungen an, die eine erfolgreiche Seminararbeit garantieren.

Auch Gruppen und Einzelpersonen, die einfach nur entspannen wollen, finden hier den passenden Ort dafür.

Die Nordsee ist nur 15 Autominuten entfernt. Ein besonderes Vergnügen sind das Fahrradfahren und Wandern unter dem weiten Himmel Nordfrieslands. Wer ein wenig mehr Zeit mitbringt, dem erschließt sich diese einmalige Natur auf Halligfahrten und geführten Wattwanderungen. Freunde der bildenden Kunst können die Kunstausstellungen im Richard-Haizmann-Museum in Niebüll und das Noldemuseum in Seebüll besuchen. Auch Husum ist immer eine Reise wert.


„Christian Jensen Kolleg“ ab sofort zertifiziertes Bildungszentrum für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Im Kontext der UN Dekade für Bildung für nachhaltige Entwicklung übergibt Minister von Boetticher BNE-Zertifikate an die kirchlichen Bildungs- und Tagungszentren.

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Das CHRISTIAN JENSEN KOLLEG ist ein gastliches Haus für
kirchliche und nichtkirchliche Gruppen.
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